16.04.2013 - 10:57
Hallo Florian,
ich glaube nicht, daß hier jemand die neuen Motoren aus der Ferrari-Entwicklung in Zweifel ziehen will, faszinierende Motoren konnten und können die Italiener im allgemeinen und insbesondere Ferrari ohne jede Einschränkung bauen. Und einem Motoren Guru wie Martinelli traue ich auch zu, aus dem Stand einen sehr guten diesel hinzubringen (in Zusammenarbeit mit den langjährigen Spezialisten auf dem Gebiet bei VM Motori), auch wenn er ob seines Werdegangs über die Formel 1 nicht gerade reich an Erfahrung auf diesem Sektor ist. Es ist sicher nicht die Frage ob der Diesel gut ist, es stellt sich mehr die Frage, ob das wirklich sein muß, in einen Maserati einen Diesel einzubauen, vor allem wo im Amerika und Asien ein Diesel ja praktisch unverkäuflich ist, diese Märkt also sicher schon mal nicht danach schreien.
Zu DeTomaso Zeiten war ganz sicher nicht alles besser, aber auch heute ist nicht alles Gut.
Nur aus einer hochwertigen Bezugsquelle Teile einkaufen heißt noch lange nicht, daß das Gesamtprodukt auch hochwertig in Punkto Qualität sein muß.
Der QP VI den ich genauer unter die Lupe nehmen konnte, stand jedenfalls ganz sicher nicht für besondere Fertigungsqualität, ganz im Gegenteil, für ein Fahrzeug der 120T€-Klasse war das einer eher eine Katastrophe bzgl. Innenraum- u. Kofferraumverarbeitung, Spaltmaße, Paßgenauigkeit der Einzelkomponenten, Verlegung Gummidichtungen etc. Aber wollen wir mal im Sinne des Angeklagten davon ausgehen, daß es sich dabei um ein frühes Exemplar einer Vorserie gehandelt hat, bei dem allerdings wohl großer Termindruck herrschte und deswegen auf jegliche Nacharbeit im Finish verzichtet wurde. Bleibt zu hoffen, daß die Lernkurve der Montagemitarbeiter in der Fabbrica Avvocato Gianni Agnelli noch steil nach oben zeigen wird, denn ansonsten werden die neuen Quattroporte und Ghibli bei der Fremdfahrzeuganalyse in der technischen Entwicklung bei BMW und Audi nur schallendes Gelächter verursachen und am Markt wahrscheinlich keinen großen Stich. Vielleicht wäre es besser gewesen, nicht das Heckdesign bei Lexus zu kopieren, sondern die Montage- und Qualitätsprinzipien. Jedenfalls bleibt da in der Endmontage noch viel zu tun, nur die technische Grundkonstruktion per se machen noch kein wirklich gutes Auto aus Kundensicht, und in dem Businesssegment in das man da jetzt rein will, spielt das sehr wohl eine große Rolle.
Ciao
Integrale
ich glaube nicht, daß hier jemand die neuen Motoren aus der Ferrari-Entwicklung in Zweifel ziehen will, faszinierende Motoren konnten und können die Italiener im allgemeinen und insbesondere Ferrari ohne jede Einschränkung bauen. Und einem Motoren Guru wie Martinelli traue ich auch zu, aus dem Stand einen sehr guten diesel hinzubringen (in Zusammenarbeit mit den langjährigen Spezialisten auf dem Gebiet bei VM Motori), auch wenn er ob seines Werdegangs über die Formel 1 nicht gerade reich an Erfahrung auf diesem Sektor ist. Es ist sicher nicht die Frage ob der Diesel gut ist, es stellt sich mehr die Frage, ob das wirklich sein muß, in einen Maserati einen Diesel einzubauen, vor allem wo im Amerika und Asien ein Diesel ja praktisch unverkäuflich ist, diese Märkt also sicher schon mal nicht danach schreien.
Zu DeTomaso Zeiten war ganz sicher nicht alles besser, aber auch heute ist nicht alles Gut.
Nur aus einer hochwertigen Bezugsquelle Teile einkaufen heißt noch lange nicht, daß das Gesamtprodukt auch hochwertig in Punkto Qualität sein muß.
Der QP VI den ich genauer unter die Lupe nehmen konnte, stand jedenfalls ganz sicher nicht für besondere Fertigungsqualität, ganz im Gegenteil, für ein Fahrzeug der 120T€-Klasse war das einer eher eine Katastrophe bzgl. Innenraum- u. Kofferraumverarbeitung, Spaltmaße, Paßgenauigkeit der Einzelkomponenten, Verlegung Gummidichtungen etc. Aber wollen wir mal im Sinne des Angeklagten davon ausgehen, daß es sich dabei um ein frühes Exemplar einer Vorserie gehandelt hat, bei dem allerdings wohl großer Termindruck herrschte und deswegen auf jegliche Nacharbeit im Finish verzichtet wurde. Bleibt zu hoffen, daß die Lernkurve der Montagemitarbeiter in der Fabbrica Avvocato Gianni Agnelli noch steil nach oben zeigen wird, denn ansonsten werden die neuen Quattroporte und Ghibli bei der Fremdfahrzeuganalyse in der technischen Entwicklung bei BMW und Audi nur schallendes Gelächter verursachen und am Markt wahrscheinlich keinen großen Stich. Vielleicht wäre es besser gewesen, nicht das Heckdesign bei Lexus zu kopieren, sondern die Montage- und Qualitätsprinzipien. Jedenfalls bleibt da in der Endmontage noch viel zu tun, nur die technische Grundkonstruktion per se machen noch kein wirklich gutes Auto aus Kundensicht, und in dem Businesssegment in das man da jetzt rein will, spielt das sehr wohl eine große Rolle.
Ciao
Integrale

