08.05.2013 - 12:40
Also ich denke, der strategische Ansatz von Marchionne, mit markenübergreifenden neuen Plattformen die Skaleneffekte aus dem Zusammenschluß von Fiat und Chrysler zu nutzen im ansatz auf jeden Fall gut. Damit tun sich für Fiat und seine höherwertigen emotionaleren Marken auf jeden Fall Möglichkeiten auf, die es ohne Chrysler und den amerikanischen Markt mit den damit verbundenen Stückzahlen sicher sonst nie gegeben hätte. Aus Sicht der Italophilen muß die praktische Umsetzung aber jetzt dann natürlich mit einer Markendifferenzierung erfolgen, nur Badgeengineering ohne Eingehen auf die Emotionalität der einzelnen Marke wird nur zu einem Flop führen. Aber z. B. ein gut differenzierter großer Alfa, mit Konzentration auf italienische Motorbrillianz, emotionales Design und Sportlichkeit, parallel dazu der eher komfortorientierte Ghibli und dann noch amerikanische und chinesische Derivate von Chrysler als Stückzahlbringer, warum sollte das nicht funktionieren, VW macht mit Skoda, Vw und Audi auch nichts anderes, rein technisch gesehen ist ein Audi und ein Skoda fast ident, und ein künftiger Mini und 1-er BMW werden auch auf gleicher Basis stehen. Allerdings sind die Deutschen beim Thema Markenbildung, Marketing und Vertrieb einfach wesentlich erfolgreicher, genau das ist die Achillesferse der Italiener, verkaufen konnte man in Italien noch nie wirklich gut, nicht nur in der Autobranche.
Aber zumindest scheint man in Turin erkannt zu haben, daß man sich wieder mehr auf die italienischen Werte eines Autos konzentrieren muß, nicht einfach nur emotionslose Von-A-nach-B-Beweger für den billigen Massenmarkt bauen kann um erfolgreich zu sein, denn sowas bauen in Zukunft die Koreaner und Chinesen. Von daher, die Entscheidung, nicht mehr in allen Massensegmenten mitzuspielen, sondern zu versuchen eigene Nischen aufzumachen, der Ansatz denke ich ist gut und richtig, jetzt muß er 'nur' noch mit Produkten gefüllt werden (mit 500-er/Panda klappts ja schon ganz gut, der 4C ist ein brillanter Ansatz als Brandshaper), die bei den Kunden auch die Erwartungen erfüllen. Aber die bisherige Strategie der letzten 10 Jahre weiterzumachen, das wäre auf jeden Fall ein Fehler gewesen, insofern ist die Wende in der Strategie sicher ein Risiko, aber auch die letzte Chance, hoffen wir mal die Rechnung geht auf indem man sich vielleicht doch der schlummernden alten Werte besinnt und sie richtig in die Neuzeit übersetzt, auch wenn dabei nicht immer nur Konzepte rauskommen, die uns Mitteleuropäern gefallen, aber nur vom europäischen Markt kann kein Hersteller mehr Leben.
Ciao
Integrale
Aber zumindest scheint man in Turin erkannt zu haben, daß man sich wieder mehr auf die italienischen Werte eines Autos konzentrieren muß, nicht einfach nur emotionslose Von-A-nach-B-Beweger für den billigen Massenmarkt bauen kann um erfolgreich zu sein, denn sowas bauen in Zukunft die Koreaner und Chinesen. Von daher, die Entscheidung, nicht mehr in allen Massensegmenten mitzuspielen, sondern zu versuchen eigene Nischen aufzumachen, der Ansatz denke ich ist gut und richtig, jetzt muß er 'nur' noch mit Produkten gefüllt werden (mit 500-er/Panda klappts ja schon ganz gut, der 4C ist ein brillanter Ansatz als Brandshaper), die bei den Kunden auch die Erwartungen erfüllen. Aber die bisherige Strategie der letzten 10 Jahre weiterzumachen, das wäre auf jeden Fall ein Fehler gewesen, insofern ist die Wende in der Strategie sicher ein Risiko, aber auch die letzte Chance, hoffen wir mal die Rechnung geht auf indem man sich vielleicht doch der schlummernden alten Werte besinnt und sie richtig in die Neuzeit übersetzt, auch wenn dabei nicht immer nur Konzepte rauskommen, die uns Mitteleuropäern gefallen, aber nur vom europäischen Markt kann kein Hersteller mehr Leben.
Ciao
Integrale

